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Karl Johannes Wienold (Duchets Kalla)
Andreas Möller (Nikläsies Ant)
Heinrich Boss (Bosse Hei)
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Ca. 1912 bereits hatte Stockhausen im Riedesel'schen Schloss seine erste Berührung mit dem Fußball. Aber erst am 05.06.1920 wurde der SV 1920 Stockhausen gegründet. Die damaligen Gründer waren u.a. Herr Lehrer Stoll, der spätere Studiendirektor Wasser, Baron Kurt Riedesel, Pfarrer Gengnagel, Karl Rauber, Albert Roth und Heinrich Kimpel.
Die Vereinsfarben waren grün/weiß. Man betrieb Leichathletik, spiete Senioren- und Jugendfußball ganz oben am Weinberg, nahe dem heutigen Rrhgehege Picker.Da der Weg aber immer zu weit und die Platzverhältnisse enorm schlecht waren, erhielt man den ersten Sportplatz: den Brandacker, links der Strasse nach Schadges, an das Wäldchen angrenzend in Ost-West-Richtung gelegen. Hauptgönner, Sponsor und Platzsteller waren die Riedesel, was weit in die Nachkriegsgeschichte so blieb. Wie auch zu erfahren war, wurden die Schulstunden ab und zu früher geschlossen, um auf den Sportplatz zu gehen, wo Mädchen Sport treiben und die Jungen Steine lesen konnten. Fußballboltplatz war die Ochsenwiese (c.a. heutige Firma Gerorg Eurich) und Turnerplatz die Hirtenwiese, die schräg gegenüber dem Wasser in Richtung Mühle lag.
Aber schon 1925/26 war die Mannschaft spielmüde, der Nachwuchs fehlte und so löste sich der Verein im Jahre 1927 selbst freiwillig auf. Die vorhandenen Sportgeräte wurden der Schule zur Verfügung gestellt unter der Bedingung, daß "dieselben einem neu gegründeten Verein wieder überlassen werden müßten" (so laut einem Schreiben des SVS vom 27.05.1946 an den Landrat des Landkreises). 1945 kehrten die Männer nur zögerlich aus dem Krieg zurück. Niemand durfte einen Verein gründen, doch der Tatendrang war groß. So spielten z.B. Heinrich Boss, Andres Möller und Karl Johannes Wienold ab und zu im Nachbardorf Müs Fußball.
Erst Ende 1945 überlegte man, wie man den SV Stockhausen wiedergründen könne. So beantragte man am 08.02.1946 bei der Militärregierung in Lauterbach, in deutscher und englischer Sprache "am 09.02.1946 (also ein Tag danach) eine Versammlung des Sportvereins abhalten zu dürfen, für die Aufstellung von Vereinsstatuten und Regeln". Am 09.02.1946 beschloß man dann im Gasthof Becker die "Wiedererrichtung des SV 1920 Stockhausen". Herr Karl Rauber wurde als Vorsizender, Herr Heinrich Lang VI. als stellvertretender Vorsitzender, Georg Bloch und Georg Dotzert als Vorstannd einstimmig gewählt. Schriftführer wurde Karl Johannes Wienold, Rechner Anna Oestreich verh. Eurich, Kassierer Karl Heinrich Wahl, Zeugwart Georg Eurich.
Abteilungsleitende waren:
Fußball: Kurt Prinz Frauen-Handball: Marie Möller verh. Schneider Leichtathletik: Gert Scherf Schwimmen: Herr Gruhn Handballtrainer: Herr Dörbert (der die Damen zu wahren Höchstleistungen antrieb)
Zu den Auswärtsspielen fuhren die Handballdamen und auch die Fußballer auf dem Holzvergaser von Jakob Engel mit. Initiator der Vereinsgründung war ohne Frage vor allem Karl-Johannes Wienold. Am 03.09.1946 wurde Georg Bloch von Heinrich Kimpel abgelöst. Kurz zuvor, am 23.08.1946, bekam der SVS ein Schreiben vom Kreisjugendausschuß Lauterbach, indem man mitteilte, "das der Verien SV Stockhausen die Jahreszahl 1920 nicht mehr tragen darf"; eine offizielle Begründung hierfür gab es nicht. Eine Wiedererrichtung des SV 1920 Stockhausen war also nicht möglich; der Verein trägt seit dem die Jahreszahl 1946 und der 09.02.1946 gilt somit als Neugründung! Das Veriensleben stand noch derart unter Kontrolle, daß monatliche Tätigkeitsberichte an den Landrat in Lauterbach abgegebn werden mussten. Die Vereinmitgliederzahl betrug bei Gründung 126 und steigerte sich zum Jahresende 1946 auf 132, davon 55 Damen. Man hatte 3 Fußball- und 2 Frauen-Handballmannschaften und gleich im Winter 1946/47 wurden bereits Laienschauspiele aufgefühert. Die Verienfarben waren wie zuvor grün/weiß. Daß man heute ausschließlich rot/weiß trägt, soll darauf zurückzuführen sein, daß bei Trikotbestellung nach dem Krieg die grüne Farbe ausging und statt dessen rot verwendet wurde.
von: Frank Lang |
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Gleich nach Veriesgründung galt es einen Platz zu beschaffen. Karl Rauber erreichte bei Verhandlungen mit den Riedeseln, daß man den unteren Teil der Bornwiese verpachtet bekam, um einen Sportplatz darauf zu errichten. Mitten auf der Wiese stand eine mächtige alte Linde und auch die Hochspannungsleitung führte quer über den Platz. 1949 wurde, nach 3-jährigen zähen Verhandlungen mit dem Überlandwerk in Friedberg, die Hochspannungsleitung auf die ander Bachseite verlegt, wo sie heute noch zu finden ist.
1947 erwarb die Gemeinde Stockhausen von den Riedeseln die Breitwiese, womit eine weitere Verbesserung der Platzverhältnisse eintrat. Geturnt wurde nach wie vor im Saal Becker. 1980/81 zog der Verein dann um in die heutige Sportstätte, die Bleichstraße!
Vor allem wegen der Seele ist es notwendig, den Körper zu üben... (Rousseau)
Denn nur wo Körper- und Geistestätigkeit in geordneter, lebendiger Wechselwirkung stehen, ist wahres Leben. (Fröbel)
von: Frank Lang |
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